Seit dem 10. April 2012 im Handel
Aus dem Inhalt:
500.000 Autogasfahrer in Deutschland:
Übergabe mit Hessens Minister Boris Rhein
Rücksicht statt leidiger Parkrempler:
Rückfahrkamera mit Autogasanlage nachrüsten
Die Fußball-EM in Polen und der Ukraine:
Gasfahrer gewinnen schon bei der Anreise
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Ambitioniert: Hochschule für Technik und Wirtschaft entwickelt eigenes Autogas-System
Ein eigenes Autogassystem für Benzin-Direkteinspritzer wird derzeit am Institut Automotive Powertrain der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTWdS) entwickelt. Damit soll es künftig möglich sein, auch solche Benzinmotoren umzurüsten, die mit Membran-Hochdruckpumpen ausgestattet sind. Hier kommt es bislang im Autogas-Betrieb in bestimmten Situationen in der Pumpe zu einer Dampfblasenbildung. Daher werden Fahrzeuge mit dieser Pumpenart – wie sie zum Beispiel bei Mercedes, BMW oder Peugeot zum Einsatz kommt – von einschlägigen Autogas-Umrüstsystem-Herstellern gemieden.
Die modifizierte Hochdruckpumpe ist laut Aussage der Professoren Dr. Thomas Heinze und Dr. Harald Altjohann ein sehr wichtiger Baustein im Projekt s1000plus, das mit zahlreichen Partnern – zum Beispiel dem Autogas-Lieferanten Westfalen AG oder der Sachverständigen-Organisation KÜS – realisiert wird. Dabei wird das Versuchsfahrzeug Peugeot 5008 so weiterentwickelt, dass ohne jede Einschränkung des Innenraumes eine Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern nonstop mit Autogas möglich wird.
Die enorme Reichweite, da sind sich die Beteiligten sicher, kann nur mit optimaler Kraftstoff-Ausnutzung realisiert werden. Entscheidend bei der Hochdruckpumpe ist eine effektive und zugleich raumsparende Kühlung. Hier haben die Saarbrücker Wissenschaftler ein System entwickelt, das in den nächsten Wochen zum Patent angemeldet werden soll. Entsprechend zurückhaltend ist Prof. Heinze, was die Beschreibung der Arbeitsweise der Kühlung angeht. „Unsere Entwicklung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass wir auch bei den serienmäßig verwendeten Membranpumpen und hohen Umgebungstemperaturen eine Gasblasenbildung sicher ausschließen können“, betont der Professor.
Wie bereits im Vorgängerprojekt CO2-100minus wird auch diesmal das Versuchsfahrzeug monovalent – also selbst in der Startphase ganz ohne Benzin – betrieben. Durch den alleinigen Einsatz von Autogas will man Weiteres erreichen: Die Rußbildung bei modernen Direkteinspritzern, mit der derzeit einige Benzinmotoren-Entwickler zu kämpfen haben, soll entfallen. www.projekt-s1000plus.de





