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Heft 4/2017 ab dem 9. August 2017 im Handel oder als epaper / app unter:

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03.04.2013 09:58 Uhr Von  Wolfgang Kröger

Gfi: Die Rückkehr einer Traditionsmarke in Deutschland

Gfi ist zurück. Der Gasanlagenhersteller mit den niederländischen Wurzeln, der am Ende seiner wechselvollen und durch Übernahmen geprägten Geschichte unter das Dach der börsennotierten Holdung Fuel Systems Solutions schlüpfte und seinen Firmensitz ins italienische Cherasco verlegte, hat sich als Marke zurück gemeldet. Zurzeit ist GFI dabei, das weltweite Händlernetz zu reaktivieren. In Deutschland hat das Parchimer Traditionsunternehmen „autogasteile Mulsow“ den Generalimport sowie den Support von Gfi-Gasanlagen übernommen und will das schon bestehende Händlernetz weiter ausbauen. Die Spurensuche in der Gfi-Historie beginnt allerdings in den Niederlanden – neben Italien, die Wiege des Autogasantriebs überhaupt. Am Anfang stand die Idee, zuverlässige, solide Gasanlagen zu erschwinglichen Preisen zu bauen. Das Unternehmen basiert auf der niederländischen AG Gas, die 2002 an Teleflex Gfi verkauft wurde. Schon zwei Jahre später verleibte sich Teleflex mit Koltec-Necam einen weiteren Gasanlagenhersteller aus Holland ein. In dieser Phase entwickelte man bereits Gasanlagen, die das Gas in der Flüssigphase ins Saugrohr sowie bei den modernen Direkteinspritzern direkt in den Brennraum einspritzte. Entwicklungstechnisch auf Augenhöhe mit den niederländischen Konkurrenten Prins und Vialle montierte Teleflex also bereits zu einem frühen Zeitpunkt Gasanlagen für Direkteinspritzer mit Flüssigphaseneinspritzung.

Diese Entwicklung sorgte bei den Marktführern, unter anderem BRC, für Aufsehen. Das italienische Schwergewicht hatte gerade seinen Börsengang mit der Holding Fuel Systems Solutions aufs Parkett gelegt, der ihm viel frisches Geld in die Kassen spülte und  seinen Hunger auf weitere, sinnvolle Übernahmen schürte. Für Fuel Systems Solutions war es zu diesem Zeitpunkt die günstigste Möglichkeit, Zugang zu dieser neuen Technologie zu erlangen, so dass man Teleflex Gfi, wie das Unternehmen mittlerweile hieß, in den Konzern einverleibte.

Trotz dieser bewegten Historie hatten die unterschiedlichen Besitzverhältnisse keinerlei Einfluss auf die Kernkompetenz des Unternehmens, nämlich den Bau von qualitativ hochwertigen Gasanlagen. Die Produktionsstätten im niederländischen Gorinchen blieben ebenso unverändert wie die Mitarbeiter, die Unternehmensphilosophie und die eingeschworene Gemeinde von Umrüstbetrieben, die die Gasanlagen verbauten. Erst mit dem Kauf von BRC wurde das Unternehmen und Teile der Produktion ins italienische Cherasco an den Hauptsitz von BRC verlagert, um Synergieeffekte in Bezug auf Verwaltung, Produktion, Logistik sowie die gut ausgebauten Entwicklungszentren zu nutzen. Vom „LPG-Valley“ in Cherasco aus wird Mariano Costamagnas Firmenimperium gesteuert und von hier soll auch der Relaunch der Marke Gfi weitergeführt werden. Zu den deutschen Umrüstern und Importeuren der ersten Stunde zählte die autogasteile GmbH von Wolfgang Mulsow in Parchim. Sein Sohn absolvierte gar eine Lehre bei Teleflex, noch heute werden Gasanlagen von Koltec Necam, die schon weit mehr als 400.000 Kilometer auf deutschen Straßen zurückgelegt haben, in seinem Betrieb gewartet. Knapp 150 Umrüstbetriebe gehörten zu Teleflex-Hochzeiten zu seinen Kunden, ein gewisser Bestand hat ihm über die gesamte Zeit die Treue gehalten.

Vor knapp einem Jahr wurde er zum Gfi-Generalimporteur ernannt, derzeit sind Wolfgang Mulsow  und sein Mitstreiter Michael Mix damit beschäftigt, den Gfi-Umrüsterstamm wieder zu reaktivieren. Dabei hilft ihm sein guter Ruf und die sprichwörtliche Zuverlässigkeit, die den Gfi-Anlagen vorauseilt, sowie das mittlerweile wieder stark ausgeweitete Produktportfolio. (Den ausführlichen Bericht können Sie im kommenden AutoGas Journal Nr. 2 lesen, das am 15. April in den Handel kommt.)



03.04.2013 09:58 Uhr Von  Wolfgang Kröger