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Aus dem Inhalt:

Die GasShow in Warschau: Diesel-
einspritzer-Technik war zentrales Thema

Die Rückkehr einer Traditionsmarke: Gfi-Anlagen wieder in Deutschland

Wir haben sie zuerst getestet: Die neue flüssig-direkt einspritzende Anlage von BRC

 

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25.06.2012 14:03 Uhr Von Wolfgang Kröger

Koreanische Hersteller machen Autogas als Kraftstoff endlich hoffähig

Fast im Gleichschritt sorgen Kia und Hyundai Monat für Monat für positive Schlagzeilen. Immer, wenn das Kraftfahrtbundesamt seine monatlichen Zulassungszahlen veröffentlicht, glänzen die beiden koreanischen Hersteller mit Bestwerten. Hyundai Motors Deutschland fuhr im April das beste Ergebnis der letzten beiden Jahre ein, Kia Motors Deutschland steigerte den Absatz im ersten Quartal 2012 gar um 67,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Da wundert es nicht, dass beide Hersteller auch auf die alternativen Antriebe setzen. Autogas ist in Südkorea ein weit verbreiteter Kraftstoff, zirka 2,5 Millionen Fahrzeuge sind dort mit LPG unterwegs. Von diesen Zahlen ist Deutschland zwar noch weit entfernt, doch die Affinität zum Thema Autogas ist in den Konzernzentralen deutlich spürbar. Derzeit werden gerade  wieder einige neue LPG-Modelle in den Markt eingeführt, die durchaus das Zeug haben, in der „Golfklasse“ nach Marktanteilen zu räubern: Der Kia cee’d und sein Hyundai-Bruder, der i30.

Bei beiden arbeitet unter der Motorhaube das für die Umrüstung auf Autogas besonders geeignete 1,6-Liter-GDI-Triebwerk absolut zuverlässig. Lovato und BRC steuern derzeit die Gasanlagen dazu. Die können bereits bei der Bestellung mitgeordert werden und werden wahlweise bei den auf Autogas geschulten Händlern oder in den PDI-Centern in Bremerhaven oder Kehlheim montiert.

Praktisch für den Kunden: In jedem Fall, ganz gleich ob Kia oder Hyundai, ist der Händler sein Ansprechpartner. Garantieprobleme gehören der Vergangenheit an und selbst die Serviceintervalle der Gasanlage sind den turnusgemäßen Inspektionsintervallen der Fahrzeuge angepasst. Außerplanmäßige Werkstattaufenthalte fallen nicht an. Fahrzeuge von Kia verfügen über sieben Jahre Garantie, Hyundai-Fahrer erhalten immerhin noch stattliche fünf Jahre Garantie auf das Fahrzeug und die Gasanlage.

Bei beiden Herstellern werden Additive des norddeutschen Herstellers ERC verwendet, die den Motor, insbesondere die im Gasbetrieb besonders beanspruchten Ventile und Ventilsitze schützen. Tests des Additivherstellers haben ergeben, dass man sich durch die Zugabe von speziell für den Gasbetrieb entwickelten Autogas-Additiven den teuren Umbau auf gehärtete Ventile und Ventilsitze, wie bei einigen anderen Herstellern noch an der Tagesordnung, sparen kann.

Für Familien mit Kindern und allen anderen Personen mit erhöhtem Transportbedarf und kleinem Geldbeutel sollte der Hyundai i30 cw, der gerade auf der Messe AMI in Leipzig (2. - 10. Juni 2012) sein Debüt feiert, perfekt zugeschnitten sein. Die Hyundai-Designer spendierten dem Kombi nochmals einen um 113 Liter vergrößerten Laderaum, der mit 528 Litern allerlei Staumöglichkeiten bietet. Wem das noch nicht reicht, der legt die Rücksitze um und kommt so auf stattliche 1.642 Liter Ladevolumen.

Die beiden Ottomotoren, die im i30cw zum Einsatz kommen, sorgen mit 73 kW (99 PS) in der bekannten 1,4-Liter-Version bzw. mit 99 kW (135 PS) in der 1,6-Liter-Version für durchaus akzeptable Fahrleistungen. Ein besonderes „Schmankerl“ ist der sowohl bei Hyundai als auch im Kia verbaute Direkteinspritzer mit der Bezeichnung 1,6-Liter GDI, der ebenfalls auf Autogas umgerüstet werden kann. Es ist der erste direkt einspritzende Motor in Deutschland, der quasi in Erstausrüsterqualität mit dem umweltfreundlichen Alternativkraftstoff betrieben wird.

(Einen ausführlichen Bericht finden Sie im aktuellen AutoGas Journal, das im Handel oder im Abo erhältlich ist.)

25.06.2012 14:03 Uhr Von Wolfgang Kröger