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18.5.2012 : 6:48 : +0200

Seit dem 10. April 2012 im Handel

Aus dem Inhalt:

500.000 Autogasfahrer in Deutschland:
Übergabe mit Hessens Minister Boris Rhein

Rücksicht statt leidiger Parkrempler:
Rückfahrkamera mit Autogasanlage nachrüsten

Die Fußball-EM in Polen und der Ukraine:
Gasfahrer gewinnen schon bei der Anreise

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17.02.2012 14:17 Uhr Von Gregor Mausolf

Prins hat bei Direkteinspritzern mit Autogasanlage nach ECE R 115 die Nase vorn

Gunnar Adam, Chef der GAS GmbH (Gunnar Adam Services), Importeur und Umrüster des niederländischen Autogasanlagenbauers Prins, ist sichtlich zufrieden: Als erstes Fahrzeug mit Direkteinspritzung hat der Hyundai ix35 mit Prins Direct LiquiMax-Anlage die Zulassung nach ECE R 115 bekommen, so seine Aussage. Weitere Modelle, nicht nur des südkoreanischen Herstellers, sollen in Kürze folgen. Das AutoGas Journal hat den Hyundai mit dieser Anlage natürlich intensiv getestet.

In dem gut 110 Seiten starken ECE R 115-Regelwerk sind „einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der speziellen Nachrüstsysteme für Flüssiggas (LPG) zum Einbau in Kraftfahrzeuge zur Verwendung von Flüssiggas in ihrem Antriebssystem“ beschrieben. So heißt es in allerschönstem Bürokratendeutsch. Und wer die ECE R 115 komplett erfüllt – und das von den Behörden zertifiziert bekommt – muss nicht mehr jede Umrüstung einzeln den Sachverständigen-Organisationen vorführen. Das spart Geld und Zeit, wobei natürlich nur autorisierte Betriebe einen solchen Umbau ausführen dürfen. GAS zum Beispiel.

Das steht er nun, der Hyundai ix35 – optisch ein kleiner Geländewagen, den es auch – wie im Test – mit Frontantrieb gibt. Warum auch nicht, seien wir doch mal ehrlich, wer fährt denn wirklich in die Botanik? Viel wichtiger sind das großartige Raumgefühl und die erhöhte Sitzposition. Doch die 1.400 Kilogramm Leergewicht müssen erst einmal in Bewegung gebracht werden. Offizielle Verbräuche von 8,2/6,0/6,8 l (innerorts/außerorts/kombiniert) sind nicht gerade Spitze für einen Fronttriebler mit 99 kW (135 PS), zumal diese Katalogwerte in der Praxis ja im Allgemeinen kaum zu erreichen sind. So macht eine Autogas-Umrüstung auf jeden Fall Sinn.

Schon beim Öffnen des Fahrzeuges mit der Funkfernbedienung fällt ein Surren im Kofferraum auf. Eine Pumpe am Tank spült das gesamte Autogas-System durch. So werden eventuelle Dampfblasenbildungen – wie sie leider durch die hohen Temperaturen im Motorumfeld entstehen können – sicher beseitigt. An der serienmäßigen Hochdruckpumpe des Direkteinspritzers liegt so sicher flüssiges Autogas vor. Das gewährleistet einen Start des Motors bereits mit LPG. Anders als in der Vergangenheit kann auf die teure Startphase mit Benzin verzichtet werden.

Auch wenn das Surren anfangs nervt, weil es auch zu hören ist, wenn man gar nicht losfahren, sondern nur etwas aus dem Kofferraum holen möchte. Letztlich signalisiert es doch eines: Seht her, ich fahre ein hochmodernes Auto. Nicht nur einen Direkteinspritzer, sondern auch noch mit Autogas. Das spart noch mehr CO2 und andere Schadstoffe erst recht. Dem Geldbeutel tut´s ebenfalls sehr gut – eigentlich überflüssig, dies im AutoGas Journal zu erwähnen.

Der Start mit Autogas verläuft absolut problemlos. Wer´s nicht weiß, der merkt es gar nicht. Doch das kleine Kombigerät in der Mittelkonsole – das auch mit fünf LED den Füllstand des Autogas-Tanks anzeigt – signalisiert sofort, dass der Motor im Flüssiggas-Betrieb läuft. Ein Druck auf den Taster ermöglicht wie bei den allermeisten Autogasanlagen ein Umschalten zwischen LPG und Benzin. Hier erleben wir die große Überraschung. Es dauert etliche Sekunden oder einige hundert Meter, bis der Wechsel von Autogas auf den konventionellen Kraftstoff vollzogen ist. Der Grund liegt in dem deutlich niedrigeren Druck von Benzin. Um dies auszugleichen, ist in die Benzinleitung eine so genannte Boost-Pumpe eingebaut, die der Druckerhöhung dient. Sie ist in Serie mit der regulären Benzinpumpe geschaltet.

Ein Ventil verhindert gleichzeitig, dass im LPG-Betrieb Autogas in den Benzintank drücken kann. So ist von Prins sichergestellt, dass sich keine Kraftstoffart mit der anderen vermengt. Wird der Taster ein zweites Mal betätigt, geht´s wieder zurück in den LPG-Modus. Dies passiert innerhalb einer guten Sekunde, da der LPG-Druck ja von Hause aus deutlich größer ist. Eigentlich braucht man den Umschalter nur, um Freunden, Kollegen und Verwandten zu demonstrieren, dass es vom Fahrverhalten her keinen Unterschied zwischen den beiden Kraftstoffen gibt. Doch auch dieses Vorführen legt sich mit der Zeit. Wer will schon bei den aktuellen Preisen unnötig mit Benzin fahren? (Den kompletten Test finden Sie im aktuellen Heft Nr. 1, das zurzeit im Handel ist.)

17.02.2012 14:17 Uhr Von Gregor Mausolf
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