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05.03.2012 15:18 Uhr Von Wolfgang Kröger

Problemloser Mischbetrieb bringt Einsparungen im sechsstelligen Bereich

Auf dem Markt der Gasanlagen für den Diesel-Mischbetrieb in Deutschland haben sich einige seriöse Anbieter etabliert, deren Gasanlagen schon einige hunderttausend Kilometer klaglos ihren Dienst versehen. Doch so gut wie nie konnte ein Vergleich der einzelnen Systeme in der Praxis durchgeführt werden, weil die Kosten dafür exorbitant wären. Deshalb machte sich das AutoGas Journal auf den Weg, deutschlandweit Speditionen zu suchen, die Systeme unterschiedlicher Hersteller im Einsatz haben und bereit sind darüber auch Auskunft zu geben. Fündig wurden wir bei der Spedition Meyer zu Brickwedde in Bersenbrück, die auf Anlagen von TruckGas, Gasotronic und chm trucktec zurückgreift und damit durchweg gute Erfahrungen gesammelt hat. Auffällig bei der Recherche war, dass offensichtlich viel mehr LKW im Dieselmischbetrieb auf deutschen Straßen unterwegs sind, als zunächst angenommen. Nur die Suche nach Speditionen, die in ihrem Fuhrpark unterschiedliche Fabrikate zum Einsatz bringen, gestaltete sich etwas schwieriger, war aber letztendlich von Erfolg gekrönt.

Dennoch ergaben sich bei der Recherche unerwartete Hürden. Viele Speditionen, die auf Dieselmischbetrieb setzen, bestätigten das zwar auch, wollten aber keine weitere Auskunft geben. Unisono hieß es immer wieder, dass der Markt hart umkämpft sei und die Margen niedrig. Würden die Auftraggeber erfahren, dass man bei den Treibstoffkosten erheblich einspare, würden die wiederum versuchen, die ohnehin schon niedrigen Preise weiter zu drücken.

Anders jedoch die Spedition Meyer zu Brickwedde (MzB). Sie bezeichnen sich selbst nicht ohne Stolz als die Pioniere in Sachen Mischbetrieb und waren fast schon von der ersten Stunde an dabei. Auch mit pflanzlichen Ölen hatte man zunächst experimentiert, dies dann aber wegen häufiger Fahrzeugausfälle wieder aufgegeben. Mit LPG gab es bisher weder Probleme noch Motorschäden, obwohl man ständig zehn bis zwölf, manchmal auch bis zu 22 Fahrzeuge im Einsatz hatte, die im Durchschnitt pro Fahrzeug eine Million Kilometer im Mischbetrieb zurücklegten, bevor sie weiterveräußert werden. Dann bleibt in der Regel die Gasanlage meist drin. Werkstattmeister Claas Büürma, verantwortlich für den MzB-Fuhrpark: „Der Ausbau der Anlagen lohnt sich in der Regel nicht. Außerdem ist der Käufer froh, wenn er die gut abgestimmte Gasanlage weiter nutzen kann.“ MzB ist überwiegend im Fernverkehr unterwegs und befördert Nebenprodukte der Milchindustrie.

Dass man wirklich spart, beweist Claas Büürma anhand von unzähligen Tabellen mit Tankaufzeichnungen. Teilweise konnte auch belegt werden, dass auf den gleichen Strecken identische LKW mit Diesel/Gas und mit reinem Diesel unterwegs waren. Hier hatte man den direkten Vergleich. Claas Büürma, in dessen Adern aus früheren Generationen noch niederländisches Blut fließt, ist begeistert von dieser Technik und bei jedem Umbau selbst dabei. Deshalb wird er auch nicht müde, die Unterschiede der einzelnen Anlagen herauszustellen.

Sein persönlicher Favorit ist die Anlage von TruckGas, selbst wenn die Buchhaltung schon mal die Nase rümpft, denn mit Kosten von gut 6.500 Euro ist sie zwar die teuerste, fährt nach seinen Angaben jedoch auch jeden Cent wieder ein: „Die TruckGas ersetzt je nach Fahrprofil gut 45 Prozent des teuren Diesels durch Autogas, das knapp die Hälfte kostet“. Dafür ist der Einbau jedoch wesentlich aufwendiger: Zwei Mitarbeiter sind zwei Tage damit in der eigenen Werkstatt beschäftigt. Sie ist auch die technisch anspruchsvollste Gasanlage, da sie als einzigste zylindersequenziell arbeitet. Jeder einzelne Zylinder wird mit der genau berechneten Menge Autogas, abhängig von Drehzahl und Lastzustand, versorgt. Während die beiden anderen Hersteller das Autogas lediglich im Ansaugtrakt „vorlegen“, führt die TruckGas den preiswerten Alternativtreibstoff in kleinen Leitungen durch den Ansaugtrakt direkt vor die Einlassöffnung. Es führt dazu, dass selbst bei Volllast noch im Mischbetrieb gefahren werden kann. Gasotronic und chm trucktec verabschieden sich, wenn ungefähr 80 % der Motorleistung erreicht sind und schalten um auf reinen Dieselbetrieb. Auch wenn die Einstellung der Anlage eine geschulte Hand verlangt, die Mühe lohnt sich nach Meinung von Mitarbeiter und Chef Meyer zu Brickwedde auf jeden Fall.

Anders sieht es nach Meinung der Experten für Mischbetrieb bei der Anlage von chm trucktec aus. Mit 3.500 Euro kostet sie fast die Hälfte einer TruckGas-Anlage und ist mit zwei geschulten Mechanikern innerhalb eines Tages komplett eingebaut. Vorteil hier: Ein weiterer Tag Ausfall für den LKW wird vermieden und Zeit ist bekanntlich auch Geld. Konzeptions- und erfahrungsbedingt spart sie jedoch im Durchschnitt nur 25 % ein, da sie, wie bereits erwähnt, bei 80 % Motorlast in den ursprünglichen Dieselbetrieb zurückschaltet. Das Gas wird hinter der Turbine im Ansaugkanal eingeblasen, doch Werkstattleiter Büürma gibt zu bedenken, dass nach seiner Ansicht und Erfahrung die Verteilung des Gases auf die einzelnen Zylinder nicht ganz so optimal wie bei der TruckGas erfolgt. Bisher hat man davon eine Anlage in Betrieb, die jedoch klaglos und einwandfrei läuft und spart.

(Lesen Sie den ausführlichen Bericht in der Ausgabe 1. Jetzt im Zeitschriftenhandel!)

05.03.2012 15:18 Uhr Von Wolfgang Kröger