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19.5.2013 : 16:20 : +0200

Ab dem 15. April 2013 im Handel oder als epaper und app unter:


Aus dem Inhalt:

Die GasShow in Warschau: Diesel-
einspritzer-Technik war zentrales Thema

Die Rückkehr einer Traditionsmarke: Gfi-Anlagen wieder in Deutschland

Wir haben sie zuerst getestet: Die neue flüssig-direkt einspritzende Anlage von BRC

 

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Sicherheit an Tankstellen wird groß geschrieben

„Safety first“ an allen
Autogas-Zapfsäulen

Die diffuse Angst vor „dem Gas“ hält auch heute noch viele Fahrer davon ab, auf Autogasantrieb umzusteigen. Dabei sind an den Autogas-Tankstellen höchste Sicherheitsstandards Pflicht, die peinlichst genau eingehalten und ständig überwacht werden. Dafür verantwortlich sind die Tankstellen-Betreiber, die ihre Pflichten an Service-Firmen delegieren, die dafür sorgen, dass Autogas niemals zu einem Sicherheitsrisiko an den Stationen wird.

In Punkto Sicherheit wird den Autogas-Tankstellen alles abverlangt. Bei den technischen  Regelungen  wurde an alle Eventualitäten gedacht, die zu einem Unfall führen könnten. Ein wesentliches „Sicherheitsfeature“ ist, so sagt es Edmund Brück, Marketingleiter der Göhler Tankanlagenbau & Service, der Anfahrschutz. Der ist z. B. dadurch gegeben, dass die Zapfsäule erhöht steht und bei Bedarf evt. zusätzlich durch Pfeiler o. ä. geschützt ist. Der Lagerbehälter muss mindestens genauso sicher aufgestellt sein. Noch besser ist es, wenn er nicht an den Verkehrswegen steht. Dieser Schutz ist absolut wichtig, weil allein durch ihn Anfahrunfälle schon beträchtlich reduziert werden. Wichtig zu wissen dabei ist, dass es gar nicht so selten vorkommt, dass etwas an Tankstellen in Deutschland an- oder umgefahren wird: „Fast 3.000 Mal passiert so etwas im Jahr,“ konstatiert Brück.
Sollte nun der Anfahrschutz dann doch mal von einem Auto überrollt werden, kann die Zapfsäule vermutlich auch beschädigt werden.
In diesem Fall greift die nächste Sicherheitsstufe: Eine Abreißkupplung oder ein selbsttätig sperrendes Ventil. Beide sorgen dafür, dass die Gaszufuhr sofort gesperrt wird. Denn beim Druckabfall oder bei Undichtigkeiten im Schlauch oder einem sonstigen Defekt, sperrt das Schlussventil. Und genau das ist auch notwendig: Denn Autogas steht unter Druck, so dass das Gas sonst unkontrolliert ausströmen würde.
Im Gegensatz dazu läuft beim Benzin der Kraftstoff einfach aus. Sperrventile gibt es hier nicht.

Besser Unfällen und
Störungen vorbeugen

Doch es muss nicht erst reaktiv gehandelt werden. Auch vorbeugend wird insbesondere bei den Schläuchen an der Autogas-Zapfsäule zusätzlich eine Menge getan. Da ist zum Beispiel die halbjährliche vorgeschriebene Prüfung durch Mitarbeiter von Reparatur- und Tankstellenservice-Fachbetrieben.
Denn wegen der sicherheitsrelevanten Arbeiten darf nicht jeder Techniker die Kontrollen durchführen. Hier müssen die Prüfer streng geregelte Ausbildungen durchlaufen, um überhaupt entsprechende Tests machen zu dürfen. Erst dann wird den Spezialfirmen das Gütezeichen RAL RG 977 mit der besonderen Qualifikation für Autogas-Tankstellen verliehen.
Tücken lauern aber nicht selten auf dem Gelände selbst – insbesondere durch den Verkehr auf der Tankstelle. Reparaturen an der Tanktechnik werden i. d. R. während des laufenden Betriebs der Tankstelle durchgeführt. Da gilt es höchste Vorsicht walten zu lassen. Damit z. B. die Service-Fachkräfte nicht angefahren werden, Kunden in geöffnete Schächte fahren oder von den Arbeiten an der Betankungstechnik irgendwelche Gefahren ausgehen können, werden großräumige Absperrungen aufgestellt und Teilbereiche außer Betrieb genommen. Dies lernen die Autogas-Fachkräfte zum Beispiel in speziellen Schulungen, wie sie der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) anbietet.
Voraussetzung für die Teilnahme ist u. a. eine langjährige Berufserfahrung in der Reparatur von Betankungsanlagen. Aber selbst bei Störungen, die auf das aktive Einwirken von außen zurückgehen – etwa bei Anschlägen oder fahrlässigen Beschädigungen, kann das System sofort mit „Notschaltern“, die sich in der Nähe der Zapfsäule und im Shop bzw. an der Kasse befinden, lahmgelegt werden.
Damit auch nun wirklich nichts Sonstiges passieren kann, sind Tankwarte dazu angehalten, jeden Tag eine Sichtkontrolle an den Zapfsäulen vorzunehmen.

Horrorvorstellung
Schlauchabriss

Es ist aber theoretisch noch Schlimmeres denkbar: Eine Horrorvorstellung für Laien ist der Gedanke, den Zapfhahn im Tankstutzen zu vergessen und wegzufahren. „So etwas passiert an Deutschlands Tankstellen fast täglich “, weiß Brück. Und auch an Autogas-Zapfsäulen kommt dies vor. In diesem Fall schließen Ventile an der Sollbruchstelle unmittelbar an der Schlauch-Aufhängung – und zwar sofort.
In einfachen Worten ausgedrückt: „Bei der Flüssiggasbetankung habe ich eine höhere Sicherheit als beim Tanken mit flüssigen Kraftstoffen. Denn bei ausgelaufenem Benzin besteht ein erhöhtes Brandrisiko. Wenn nämlich Benzin ausläuft oder verschüttet wird, verdampft es sehr schnell und bildet ein entzündliches Benzin-Luft-Gemisch.“
Fazit also: Autogas ist und bleibt ein sicherer Kraftstoff.            Dr. Martin Steffan

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